Diese Anleitung erklärt, wie du die Schutzeinstellungen von Browser Defender konfigurierst: Unternehmensmodi, Gruppenüberschreibungen, benutzerdefinierte Downloads-Richtlinie und erweiterte Erkennungsfunktionen.
Voraussetzungen
- Erfordert aktiven Browser Defender für das Unternehmen und die Rolle Platform Administrator.
- Die Gruppenüberschreibung setzt voraus, dass die Gruppe bereits in deinem synchronisierten Unternehmensverzeichnis vorhanden ist.
Detaillierte Anleitung
1. Schutzmaßnahmen auf Unternehmensebene konfigurieren
Öffne Browser Defender > Setup und dann die Registerkarte Preferences. Die Verfügbarkeit des Monitoring-Modus hängt von der Version/Generation der verteilten Erweiterung ab, die in der Informationskarte der Seite angezeigt wird.
Klicke im Bereich Company level settings auf das Stiftsymbol zum Bearbeiten und wähle dann unabhängig voneinander einen Modus für jede der folgenden drei Kontrollen:
| Modus | Auswirkung |
| Prevent | Blockiert die Aktion: Der Benutzer kann die Warnung nicht ignorieren. |
| Prevent with bypass | Meldet die Aktion, lässt den Benutzer aber trotzdem fortfahren. |
| Monitoring (für "Enterprise" V0.0.10+) | Die Warnung ist nur für Administratoren sichtbar; erfordert die Erweiterung der Generation "Enterprise" in Version V0.0.10 oder höher. |
| Off | Schutz deaktiviert. |
- Password Protection — mit "Prevent with bypass" kann der Benutzer eine eigene Liste vertrauenswürdiger Domains verwalten.
- Downloads Protection — mit "Prevent with bypass" kann der Benutzer den Download trotzdem durchführen; über das Menü Policy kannst du auch eine benutzerdefinierte Richtlinie (Schritt 3) statt der Standardrichtlinie zuweisen.
- Browsing Protection — deckt Seiten ab, die durch Unternehmensrichtlinie oder Knowledge Base blockiert werden; die KI-Erkennung (künstliche Intelligenz) und ClickFix haben eigene Schalter (Schritt 4).
- User can disable extension — aktiviere dies, um Endbenutzern zu erlauben, ihren Schutz zu deaktivieren.
-
Authorized login domain(s) — eine oder mehrere Domains, durch Kommas getrennt (z. B.
accounts.google.com,login.microsoftonline.com): die Domain deines Unternehmens-Identity-Providers, damit die Erweiterung die legitime Login-Seite erkennt, anstatt sie als Passwort-Wiederverwendung zu melden.
Klicke auf Save configuration, um zu speichern.
2. Eine Überschreibung für eine Gruppe erstellen
Klicke im Bereich Group level settings auf Add group settings, wähle die Gruppe aus und lege dann ihre drei Schutzmodi fest (gleiche Optionen wie in Schritt 1). Der Schalter User can disable extension ist optional: Falls nicht gesetzt, bleibt er auf Off.
Klicke auf Save configuration: Die Einstellungen der Gruppe haben Vorrang vor den Unternehmenseinstellungen für ihre Mitglieder. Der Stift in der Zeile bearbeitet die Überschreibung; das Löschsymbol entfernt sie und setzt die Gruppe auf die Standard-Unternehmenswerte zurück.
HINWEIS: Die Gruppenüberschreibung deckt nur die drei grundlegenden Schutzmodi und den Schalter "User can disable extension" ab — die Advanced features aus Schritt 4 bleiben immer auf Unternehmensebene, ohne Gruppenüberschreibung.
3. Eine benutzerdefinierte Downloads-Richtlinie konfigurieren
Klicke im Bereich Downloads protection policies auf Add policy und gib der Richtlinie einen Namen.
Wähle ganze Dateityp-Kategorien zum Blockieren aus — 8 verfügbare Kategorien (z. B. "Executables & scripting", "Documents & data"):
Alternativ kannst du eine Kategorie erweitern, um einzelne Erweiterungen statt der ganzen Kategorie auszuwählen:
Lege optional eine maximale Dateigröße in MB fest (0 = kein Limit) und blockierte Domains. Speichern: Die Richtlinie wird sowohl auf Unternehmensebene (Schritt 1) als auch für eine Gruppe (Schritt 2) auswählbar.
HINWEIS: Die Standardrichtlinie ist schreibgeschützt (kann nicht geändert oder dupliziert werden); für andere Regeln musst du eine neue benutzerdefinierte Richtlinie erstellen.
4. Advanced features anpassen
Aktiviere im Bereich Advanced settings die gewünschten Email Alerts (Phishing, Password reuse, Dangerous downloads, Unsafe navigation), um alle Administratoren per E-Mail zu benachrichtigen, und die Monthly digest email für eine monatliche Zusammenfassung:
Die Advanced features-Kontrollen sind eine separate Gruppe von Einstellungen zu den Modi aus Schritt 1 (unterschiedliche Namen und Optionen).
Lege dann unabhängig voneinander die drei Advanced features-Kontrollen fest — auf Unternehmensebene, ohne Gruppenüberschreibung:
- AI Browsing Protection (Standard: Alert mode) — analysiert Seiten mit künstlicher Intelligenz, um gefährliche Inhalte zu erkennen; weitere Optionen: Disabled, Monitoring mode;
- LLM DLP (Standard: Disabled) — erkennt sensible Daten, die in große Sprachmodelle (LLM, z. B. Claude, Gemini, ChatGPT) eingefügt werden, durch Datenverlustprävention (DLP); enthält einen Schieberegler Protection level (Minimal / Recommended / Strict);
- ClickFix Protection (Standard: Monitoring mode) — erkennt Versuche, einen schädlichen Befehl in Windows Ausführen, ein Terminal oder PowerShell einzufügen; einzige Ausnahme unter den drei: nur zwei Modi, kein Alert mode.
Überprüfungen und erwartete Ergebnisse
An diesem Punkt speichert jeder Schalter, jedes Dropdown-Menü oder jeder Schieberegler auf dieser Seite einzeln und ist sofort auf der Seite Preferences sichtbar; die Fenster Company level settings und Group level settings speichern sich dagegen als Block mit ihrer eigenen Schaltfläche Save configuration.
Eine Änderung der Schutzmodi oder eine neue Downloads-Richtlinie erreicht die Erweiterung der Benutzer erst beim nächsten Synchronisierungszyklus: Die Bestätigung, dass sie bereits im Browser aktiv ist, findest du in der direkten Erfahrung des Benutzers oder auf der entsprechenden Warnungsseite, nicht auf diesem Bildschirm.
Fehlerbehebung
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Lösung | Eskalation |
| Monitoring nicht auswählbar | Die verteilte Erweiterung ist nicht auf die erforderliche Generation/Version aktualisiert (V0.0.10+) | Aktualisiere die Erweiterungsverteilung | Kontaktiere den Support, wenn die Option nach der Aktualisierung immer noch fehlt. |
| Eine neu erstellte Gruppe wird nicht im Selektor von Group level settings angezeigt | Die Synchronisierung der Gruppen mit dem Unternehmensverzeichnis hat noch nicht stattgefunden | Überprüfe am nächsten Arbeitstag erneut | Kontaktiere den Support, wenn die Gruppe nach einem Arbeitstag immer noch fehlt. |
| Die Standard-Downloads-Richtlinie ist nicht änderbar | Es ist eine schreibgeschützte Baseline nach Design | Erstelle eine neue benutzerdefinierte Richtlinie | — |
| Die Registerkarte Preferences zeigt "Activate Browser Defender" statt der Einstellungen | Browser Defender ist für das Unternehmen nicht aktiv | Kontaktiere LibraCyber, um Plan und Aktivierung zu überprüfen | — |